• Ausgezeichnet mit dem Dialektpreis Bayern 2017

Die "Schöne wilde Weihnacht" für zu Hause

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Es geht weiter

Nach dem Tod von Dietmar Panitz gibt es nur noch eine Hälfte des bekannten Kaisheimer Kabarettduos.

 Nun erhält Reiner Panitz Unterstützung von seiner Tochter Flavia.

Dietmar Panitz, die eine Hälfte des Kaisheimer Ka­barett-Duos "Die Mehlprimeln" bleibt unersetzbar. „Aber es soll weitergehen", sagt Bruder Reiner Panitz. Tochter Flavia soll (und will) einspringen, aber als "Die Mehlprimeln" will sie nicht auftreten. „Es gibt nur noch einen Mehlprimel“, sagt sie „und ich werde meinen Papa als Tochter ergänzen“. Als Dietmar im Sommer im Al­ter von 67 Jahren nach schwe­rer Krankheit starb, entstand eine große Lücke. Diese werde nicht zu schließen sein.

Zahlreiche Lieder haben sie ge­schrieben, die Mehlprimeln. Mit den Charakterköpfen ihres Genres - des bayerischen Mu­sikkabaretts - sind sie gemein­sam aufgetreten, darunter Ger­hard Polt, Fredl Fesl, Dieter Hildebrandt und viele andere, Flavia Panitz ist 25 Jahre jung, ihr Vater mit 70 ein alter Büh­nenhase. In den vergangenen Monaten hat sie emsig geübt, „aber auch studiert“, wirft sie ein. Flavia will Grundschullehrerin werden, die Musik ist ihr aber in die Wiege gelegt wor­den. Als 15-Jährige erlernte sie die Fingergriffe, um Hackbrett spielen zu können. Weil sie glaubte, ihre Hände seien zu klein geraten, um Gitarre zu spielen, hat sie es damals auf­gegeben, auf diesem Instru­ment Musik zu machen. Jetzt aber klappt es und bei Auftrit­ten begleitet sie ihren Vater auch schon mit der Gitarre.

Auftritte von Vater und Toch­ter hat es bereits gegeben, bei­spielsweise in Schwäbisch Gmünd oder bei den Sozialde­mokraten in Mertingen.

Viele Songs des „Mehlprimeln“ Duos gerieten zu Lie­beserklärungen an die Land­schaft zwischen Donau und Zusam. Daran soll sich nichts ändern. Weiterhin wollen Rei­ner und Flavia Panitz kuriose Alltagsbegebenheiten beleuchten. Dass es in den vergange­nen Wochen Absagen für ge­plante Konzerte gehagelt hat, schmerzt den Bühnenneuling. Die durch die Corona-Be­schränkungen geschenkte Zeit nutzt das neue Duo nun, um den einen oder anderen Song einzuüben „und die Fähigkei­ten zu verbessern“. Am Hack­brett hat Flavia Panitz ein gro­ßes Vorbild: Rudi Zapf, der dieses Instrument wie kein an­derer beherrscht.

Flavia Panitz fieberte zuletzt den Auftritten mit ihrem Vater am 11. und 12. Dezember auf der heimischen Kleinkunst­bühne des Thaddäus in Kais­heim entgegen, die nun aber voraussichtlich nicht möglich sein werden. Die beiden Kon­zerte im Rahmen der „schö­nen, wilden Weihnacht“ waren bereits ausverkauft. Auch das Geigenensemble „Radasov“ hätte wie jedes Jahr vor dem Fest anreisen sollen, doch die Mitglieder der Formation wa­ren zuletzt selbst komplett an Corona erkrankt.